Wann sie reif sind und wie man sie trocknet
Wenn sich der Sommer dem Ende nähert, beginnt die klassische Apfelzeit. Je nach Sorte werden Äpfel bereits ab August geerntet, viele Sorten erreichen ihre volle Reife aber erst im September und Oktober. Gerade im Spätsommer und Herbst lohnt es sich deshalb, Äpfel zu sammeln, einzulagern oder selbst zu trocknen.
Äpfel lassen sich vielseitig verarbeiten: frisch essen, zu Mus oder Kompott kochen, backen, einkochen oder als Apfelringe trocknen. Das Trocknen ist eine einfache Möglichkeit, einen Teil der Ernte länger haltbar zu machen und später als Snack oder Zutat zu verwenden.
Wann ist die beste Zeit für die Apfelernte?
Die Erntezeit hängt stark von der Sorte ab. Frühäpfel können bereits im August reif sein, während viele Herbst- und Lageräpfel erst im September oder Oktober geerntet werden.
Ein Apfel ist meist pflückreif, wenn er sich mit einer leichten Drehbewegung vom Ast löst. Auch die Kerne können einen Hinweis geben: Bei vielen Sorten verfärben sie sich mit zunehmender Reife von hell zu braun.
Wichtig ist der Unterschied zwischen Pflückreife und Genussreife. Manche Lageräpfel werden geerntet, bevor sie ihr volles Aroma entwickelt haben, und reifen anschließend noch einige Zeit nach.
Wo kann man Äpfel sammeln?
Neben dem eigenen Garten gibt es in vielen Regionen Streuobstwiesen, öffentliche Obstbäume oder private Bäume, deren Besitzer einen Teil der Ernte freigeben.
Dabei sollte immer geklärt werden, ob das Sammeln erlaubt ist. Obst an Straßenrändern, in Parks oder auf frei zugänglichen Flächen gehört nicht automatisch der Allgemeinheit.
Hilfreich sind lokale Initiativen und Online-Karten, auf denen Obstbäume gekennzeichnet sind, deren Früchte ausdrücklich geerntet werden dürfen.
Warum lohnt es sich, Äpfel zu trocknen?
Frische Äpfel halten je nach Sorte und Lagerung einige Wochen oder Monate. Nicht jeder verfügt jedoch über einen geeigneten kühlen Lagerraum.
Durch das Trocknen wird den Äpfeln ein großer Teil des Wassers entzogen. Dadurch werden sie länger haltbar und lassen sich platzsparend aufbewahren.
Auch der Geschmack verändert sich. Getrocknete Äpfel schmecken intensiver und süßer als frische Früchte, weil sich die natürlichen Aromen beim Wasserentzug stärker konzentrieren.
Getrocknete Apfelstücke oder Apfelringe eignen sich unter anderem:
- als Snack,
- für Müsli,
- für Porridge,
- zum Backen,
- für Desserts,
- für Früchtetees,
- für Nuss- und Trockenfruchtmischungen.
Welche Äpfel eignen sich zum Trocknen?
Grundsätzlich lassen sich fast alle Apfelsorten trocknen. Besonders aromatisch werden Sorten, die bereits frisch einen kräftigen Geschmack besitzen.
Sowohl süße als auch leicht säuerliche Äpfel eignen sich gut. Säuerliche Sorten behalten nach dem Trocknen oft etwas mehr Frische im Geschmack, während süße Sorten besonders intensiv wirken können.
Wichtiger als die Sorte ist der Zustand der Früchte. Zum Trocknen sollten möglichst feste, frische Äpfel ohne größere Druckstellen oder faulige Stellen verwendet werden.
Äpfel zum Trocknen vorbereiten
Vor dem Trocknen werden die Äpfel gründlich gewaschen.
Anschließend können sie:
- mit oder ohne Schale verarbeitet,
- entkernt,
- in dünne Ringe oder Scheiben geschnitten werden.
Je dünner die Apfelscheiben geschnitten werden, desto schneller und gleichmäßiger trocknen sie.
Wer verhindern möchte, dass die Apfelscheiben stark braun werden, kann sie kurz in Wasser mit etwas Zitronensaft legen. Dieser Schritt ist nicht zwingend notwendig und dient vor allem der Optik.
Äpfel im Dörrautomaten trocknen
Ein Dörrautomat eignet sich besonders gut zum Trocknen von Apfelringen, weil die Luft gleichmäßig zirkuliert und die Temperatur konstant niedrig gehalten werden kann.
Die Apfelscheiben werden mit etwas Abstand auf den Dörrgittern verteilt. Je nach Dicke der Scheiben, Gerät und gewünschter Konsistenz dauert der Trockenvorgang mehrere Stunden.
Entscheidend ist, dass die Apfelstücke am Ende keine feuchten Stellen mehr haben.
Äpfel im Backofen trocknen
Wer keinen Dörrautomaten besitzt, kann Äpfel auch im Backofen trocknen.
Dazu werden die Apfelscheiben nebeneinander auf ein mit Backpapier belegtes Blech gelegt und bei niedriger Temperatur getrocknet.
Die Backofentür sollte einen kleinen Spalt geöffnet bleiben, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Die Apfelscheiben können während des Trocknens gelegentlich gewendet werden.
Äpfel an der Luft trocknen
Auch eine Lufttrocknung ist möglich. Dafür braucht man einen trockenen, warmen und gut belüfteten Ort.
Die Apfelscheiben können auf Gittern ausgelegt oder auf Schnüre aufgefädelt werden. Wichtig ist ausreichend Abstand zwischen den einzelnen Stücken.
Bei feuchtem Herbstwetter ist die Lufttrocknung weniger zuverlässig als das Trocknen im Dörrautomaten oder Backofen.
Wann sind getrocknete Äpfel fertig?
Wie trocken Apfelringe sein sollen, hängt auch vom persönlichen Geschmack ab. Manche mögen sie weich und leicht elastisch, andere bevorzugen dünne, fast knusprige Scheiben.
Für eine längere Lagerung sollten keine feuchten Stellen mehr vorhanden sein.
Nach dem Trocknen müssen die Apfelstücke vollständig abkühlen, bevor sie abgefüllt werden.
Wie lagert man getrocknete Äpfel?
Getrocknete Äpfel sollten trocken, dunkel und möglichst luftdicht gelagert werden.
Geeignet sind beispielsweise:
- Schraubgläser,
- Vorratsgläser mit dichtem Deckel,
- gut verschließbare Vorratsbehälter.
Feuchtigkeit sollte unbedingt vermieden werden. Werden die Apfelstücke nach einigen Tagen wieder weich oder bildet sich Kondenswasser im Behälter, waren sie möglicherweise noch nicht vollständig durchgetrocknet.
Getrocknete Äpfel für Müsli, Snacks und zum Backen
Getrocknete Äpfel sind vielseitig verwendbar und unabhängig von der Erntesaison verfügbar. Sie können direkt gegessen oder für Müsli, Porridge, Backrezepte, Desserts und Früchtetees verwendet werden.
Wer keine eigenen Äpfel trocknen möchte, findet bei 1001Frucht getrocknete Äpfel, die direkt als Snack oder Zutat verwendet werden können.
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