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05.09.18

Pão de quejo - Käsebällchen aus Brasilien

In Brasilien findet man sie an beinahe jeder Straßenecke als Streetfood, aber auch in jeder brasilianischen Bäckerei sind sie anzutreffen: Die leckeren, warmen Käsebällchen, die man schon beinahe als nationales Kulturgut bezeichnen kann. 

Ursprünglich kommen sie aus dem Bundesstaat Minas Gerais, doch heute sind sie im ganzen Land bekannt und werden manchmal auch Chipá genannt. Man isst sie gerne zu Bier, Wein und Caipirinha, sie werden aber häufig auch schon morgens zu einer Tasse Kaffee verzehrt. 

In Brasilien wird ein Käse verwendet, der bei uns nur schwer zu bekommen sein wird, der Queijo de Minas. Man kann aber problemlos Emmentaler, Gauda oder Parmesan verwenden. Wir verwenden am liebsten Emmentaler und Parmesan, weil uns diese Mischung am besten schmeckt. 

Pão de quejo sind glutunfrei, weil sie aus Maniokmehl bestehen. Mittlerweile ist das Mehl auch bei uns ganz gut zu bekommen. Wer allerdings nicht fündig werden sollte, kann stattdessen auch problemlos Tapiokamehl benutzen. 

Zutaten  

  • 500 g Maniokmehl (ersatzweise Tapiokamehl) 
  • 250 g geriebener Käse 
  • 350 ml Milch
  • 2 Eier 
  • 100 ml lauwarmes Wasser 
  • 100 ml neutrales Öl (z.B.: Sonnenblumen- oder Rapsöl) 
  • 1 EL Salz

 

Zubereitung 

Zunächst wird das Wasser mit dem Öl und dem Salz aufgekocht. Nun wird nach und nach das Mehl hinzugegeben und zügig untergerührt, bis sich die Stärke komplett aufgelöst hat und ein homogener Teig entstanden ist. 

Den Teig etwas abkühlen lassen, in eine Schüssel geben, die Eier und den geriebenen Käse hinzufügen und zu einem klebrigen Teig verkneten. Er sollte nicht zu flüssig sein, damit er sich noch gut formen lässt.

Den fertigen Teig zu einer länglichen Rolle formen und in gleichmäßige, kleine Stücke schneiden. Zu Kugeln formen und im vorgeheizten Backofen (Ober-/Unterhitze: 200 Grad, Umluft: 180 Grad, Gas: Stufe 4) für 20 bis 25 Minuten backen, bis sie goldgelb sind. Sie sind jetzt aussen schön knusprig, innen herrlich weich und sollten am besten lauwarm serviert werden.